Tipps: Futtermittel-Allergie vermeiden

Nicht nur Menschen haben Lebensmittelallergien,

das kann auch unsere geliebten Stamtpfoten treffen!

Immer mehr Katzen leiden unter Unverträglichkeiten!

Katzenfutter enthält oft bedenkliche Mengen an Kalzium und Phosphor, manchmal auch zuviel Getreidemehl. Viele Katzenfutter sind sogar gefährlich, wie die Stiftung Warentest herausfand und tatsächlich vor 15 Futtern warnte! Mein Tipp: lesen Sie das Kleingedruckte auf der Katzennahrung und kontrollieren Sie die Inhaltsstoffe. Dass es Ihrer Katze schmeckt, reicht leider nicht alleine. Oft ist sogar Zucker als Geschmacksverstärker zugefügt.

Die Anzeichen einer Katzen-Futtermittelallergie können sein: Ausschlag, kahl geleckte Stellen, Blähungen & Durchfall. Man darf eine Futtermittelallergie nicht mit einer Laktoseintoleranz verwechseln, denn darunter leiden Katzen generell. Im Darm fehlt Ihnen das Enzym Laktat, was nötig ist, um den Milchzucker aufzuspalten. Wenn Sie Ihrer Katze also hin und wieder ein Schälchen Milch spendieren möchten, achten Sie darauf, dass es spezielle Katzenmilch ist!

Beispielhaft möchte ich Ihnen hier gern von der Leidensgeschichte meines Katers Manni berichten, der praktisch „aus dem Nichts“ eine extreme Futtermittelallergie entwickelte:


Kater Mannis Futtermittelallergie

Manni erhielt nur Markenfutter, das er immer problemlos frass. Als er ein halbes Jahr alt war, bekam er plötzlich schlimmen Durchfall. Paralell übergab er sich täglich mehrfach, bis er völlig dehydriert war.

Als wäre das Elend noch nicht groß genug, bekam er auch einen juckenden Hautausschlag mit kleinen Wasserpustelchen am Kopf, speziell vor den Ohren.

Ständig kratze sich der arme kleine Katzenkerl an den betroffenen Stellen blutig.

Wenn er deshalb einen Trichter trug, kratzte er sich am ganzen Körper, bis das Blut spritzte. Ich war verzweifelt und litt mit ihm.

Natürlich suchte ich sofort meinen damaligen Tierarzt (über den ich im Nachhinein leider wenig Gutes sagen kann) auf. Dieser tippte wegen des Durchfalls und der Übelkeit auf Giardien und verordnete Metronidazol. Davon übergab sich Manni noch schlimmer und nichts wurde besser. Angeblich war der Giardientest (der dort direkt in der Praxis gemacht wurde) positiv.

Wir hatten einen langen Leidensweg hinter uns, bis der Tierarzt endlich auf eine Futtermittelallergie tippte.

Eine solche Futtermittelallergie lässt sich nur durch den konsequenten Verzicht dieses Futter vermeiden. Fertigfutter besteht in der Regel aus verschiedenen Komponenten. Daher ist es oft schwierig festzustellen, welcher Bestandteil allergieauslösend ist.

Ich recherchierte damals, dass eine Futtermittel-Allergie bei Katzen meistens unheilbar ist.

Der Tierarztes empfahl deshalb zunächst eine Auschluss bzw. Eliminationsdiät. Manni bekam dabei, für einen Zeitraum von je 5 Wochen, nur noch ausschließlich eine bestimmte Futtersorte. Leckerlis wurden gestrichen. Das hochwertige Spezialfutter, war meist auf Basis von ausssergewöhnlchen Fleischsorten, wie z.B. mit Känguruh oder Hirsch. Gemeinsam waren allen diesen Spezialsorten Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln, Reis oder Amaranth.

Diese Ausschlussdiät, dauerte lange und führte zu nichts.

Manni reagierte nach einer gewissen Zeit auf jedes Futter allergisch. Es ging ihm insgesamt sehr schlecht und der Anfangs so mobile Kater, verkroch sich jetzt nur noch in eine dunkle Ecke, in der er dann stundenlang apathisch hockte.

Ich hatte Angst um sein Leben und sass mittlerweile beinahe jeden Tag beim Tierarzt. Über die Kosten will ich gar nicht sprechen.

Es folgten diverse Allergietests.

Er war praktisch gegen alles allergisch. Am Schlimmsten reagierte er auf alle Kohlenhydrate wie Reis, Kartoffeln, Kürbis, Amaranth etc..

Nun durfte Manni auch nicht mehr ins Freie. Die Gefahr eines zusätzlichen Allergieschubs, durch ein gut gemeintes Leckerli, von netten Nachbarn war zu groß.

Gegen die starken allergischen Reaktionen und den Juckreiz bekam Manni täglich hohe Dosen Cortison. Der Erfolg dieser Behandlung war, das er eine Cortison-Diabetes (mit erschreckend hohen Werten) entwickelte.

Wieder bangte ich um sein Leben. Mass täglich mehrfach den Blutzuckerspiegel und spritzte Insulin. Am Wochenende zeichnete ich alle 2 Stunden Blutzucker-Kurven.

Wegen der Diabetes durfte natürlich kein Cortison mehr verabreicht werden. Gegen den Juckreiz und die Entzündungen erhielt Manni das teure Medikament Ciclosporin. Das ist ein Immunsuppressivum. Beim Googeln las ich, dass man es nicht bei Katzen mit Diabetes einsetzen soll. Ciclosporin kann sogar Krebs auslösen

Da Manni immer noch extrem unter seinen Allergien litt, riet der Tierarzt trotzdem dazu. Tatsächlich ging es ihm besser, aber es gab unschöne Nebenwirkungen – wie Krämpfe und er wurde sehr unruhig.

Paralell hatte meine arme Samtpfote entzwischen, eine chronische Magen- und Darmentzündung, ein Herzproblem sowie ziemlich schlechte Leber und Nierenwerte …

Von Nachbarn, deren Hund auch eine Nahrungsmittelallergie hatte, bekam ich eine tolle neue Tierarzt-Emfehlung.

Ich folgte dem guten Ratschlag und wechselte den Tierarzt.

Schnell merkte ich, daß es in dieser Praxis (wie meine Nachbarn auch schon berichtet hatten) wirklich um die Tiere ging und nicht um Gewinnoptimierung (unter einem scheinfreundlichen Deckmantel).

Nach einer sehr ausführlichen Komplett-Untersuchung wurden alle Medikamente (Cyclosporin etc.) abgesetzt.

Unter Anderem stellte der neue Tierarzt Dr. Pedot fest, dass Manni gar kein Herzproblem hatte.

Ich war geschockt! Das hiess, dass mein armer Kater, zu all seinem Elend auch noch jahrelang, völlig umsonst ein Herzmittel verordnet bekommen hatte 😦 …..

Zudem war beim vorherigen Tierarzt, Mannis Herz jedes 1/4 Jahr (für viel Geld) angeblich zur Kontrolle geröngt worden…

Ehrlich gesagt, konnte ich das alles zuerst kaum glauben! Zur Sicherheit, liess ich Mannis Herz noch einmal in einer anderen Praxis röntgen und den Herzschlag etc. kontrollieren. Die Diagnose von Dr. Pedot stimmte, der erste Tierarzt – hatte dem armen Manni (evtl. um seine Praxiskosten zu decken) auch noch eine Herzkrankheit untergeschoben…

Manni bekam nun ein neues Spezial-Futter, welches er viel besser vertrug. Morgens erhielt er nur noch eine 1/4 Tablette Prednisolon (Cortison 5mg : 4), anstatt der Battarie von Medikamenten, welche ich dem armen, gequälten kleinen Kater vorher (laut Anweisung des vorherigen Tierarztes) verabreichen musste…

So riet mir Dr. Pedot (z.B. auch dazu), wenn Manni sich beinahe jede Nacht übergeben musste, kein Magenmittel (mit dem schädlichen Aluminium) mehr zu verabreichen, sondern ihm nur ein wenig Futter zu geben. Das half wirklich und Mannis (& mein) Leben wurde von nun an viiiieell leichter!

Nach etwa einem halben Jahr ging es Manni – zum ersten Mal in seinem 4 jährigen Leben  dauerhaft besser.


(Jetzt ist Mannis Alltag endlich entspannt)

Wir sind Dr. Pedot sehr dankbar, das nun unser langer (und teurer) Leidenweg beendet ist. Manni wird nie wieder 100% Gesund sein. Er hat immer noch Krämpfe, aber wie man hier sehen kann, hat er jetzt wieder viel Spass am Leben 🙂

Mäuseshow auf der Terrasse

Voller „Saft und Kraft“ kann Manni jetzt wieder wie „Katzen-Superman“ das Insektengitter durchbrechen – um die 2 Terrassenmäuse „Anton und Egon“ zu suchen

 

Advertisements